Gemeinde Willingen (Upland)

Präventionskreis

© Gaby Stein/pixelio
früher: "Runder Tisch Suchtprävention"

Das Thema Suchtprävention als gesellschaftliche Aufgabe hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. So auch im Upland.

Bereits 2001 wurde die Arbeitsgemeinschaft "Runder Tisch Suchtprävention" Willingen gegründet. Damals ist man dem Rat der Polizei gefolgt, ein Netzwerk zu gründen, das kontinuierliche Arbeit leistet, Freizeitangebote schafft und bei Kindern, Jugendlichen und Eltern für Aufklärungs- und Präventionsangebote sorgt. "Diese Arbeitsgemeinschaft steht auf breiten Füßen und arbeitet bei der Abstimmung von Maßnahmen Hand in Hand", erklärt der Leiter der evangelischen Jugendarbeit Uli Faß- Gerold, der dem Arbeitskreis von Beginn an angehört.
Zum Netzwerk zählen die evangelische und katholische Kirchengemeinde, die Gemeinde Willingen (Upland) in Person von Dieter Pollack, die Schulen mit den Lehrkräften Birgit Schütz und Herbert Hellwig sowie die Schülervertretung, Elternvertreter, Vereine, Jugendfeuerwehr, Bergwacht, das Jugendamt, die Fachstelle Suchtprävention des Diakonischen Werks für den Landkreis Waldeck-Frankenberg und nicht zuletzt die Polizei als Ratgeber.

Nach zehn Jahren blickt man gemeinsam auf eine kontinuierliche Arbeit im ländlichen Raum zurück. Denn wer glaubt, dass es in unseren Regionen keine Alkohol- oder Drogenproblematiken gibt, liegt falsch. "Das Klischee einer drogenfreien Schule gibt es auch im Upland nicht", weist man auf die Problematik hin. Jugendliche müssen für die Konfrontation mit Alkohol, Drogen und Medien fit gemacht werden, ist der Tenor. Die Arbeit beginnt bei den jüngeren Kindern, aber ein besonderes Augenmerk wird auf die heranwachsenden Kinder gelegt, denen man die Party- und Feierkultur in Willingen als Entgleisung der Normalität erklären muss. Diese Themen dürfen nicht verdrängt werden.

Viele Veranstaltungen und Programme haben zur Sensibilisierung von Kindern und Eltern beigetragen. Das » Anti-Langeweile-Programm erfreut sich als Hobby- und Freizeit-Ratgeber großer Beliebtheit. Hier sind die Vereine herzlich eingeladen, für weitere Angebote zu sorgen bzw. bestehende Angebote mit einzustellen.
Erfolgreich veranstaltet wurden Podiumsdiskussionen, Minigolfturniere, Public-Viewing, das Kino for Kids, Kletteraktionen, Beach-Volleyball, Star-Ball-Nächte und Workshops, an denen auch Eltern teilnehmen konnten. Zuletzt beispielsweise zum Thema Online-Nutzung und den Gefahren des Internets. Enttäuschend war allerdings die schlechte Resonanz der Eltern, die dieses Thema vielleicht noch nicht als Gefahr für ihre Kinder erkannt haben. "Wenn man die Kinder stark machen möchte, muss man die Eltern stark machen", appelliert der "Runde Tisch" an die Erziehungsberechtigten.
Dennoch haben viele Eltern diese Hilfestellung in den letzten Jahren genutzt und konnten vom Netzwerk profitieren, sich Rat holen und an entsprechende Fachstellen weitervermittelt werden.

Die Mitglieder des Arbeitskreises treffen sich alle vier bis sechs Wochen und machen ihre Arbeit weniger von messbaren Erfolgen als von ihrer Überzeugung abhängig, denn niemand soll in diesem wichtigen Zusammenhang mit seinen Problemen allein gelassen werden.

Quelle: Sven Schütz, Upland-Tips, Ausgabe Juni 2010

» Leitfaden zur Fest- und Feierkultur in Willingen
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